Orchestra 5
Produktbeschreibung — gültig ab Orchestra 5.3.0.0.
Integration in IT und OT
Konnektivität ist der Erfolgsfaktor für die skalierbare Nutzung von Daten und stellt die Grundlage für die digitale Transformation der Industrie dar. Bis heute scheitern viele Unternehmen an der komplexen und teuren Umsetzung. Insbesondere mittelständische Unternehmen benötigen einfache und skalierbare Lösungen, um wirtschaftlich die Grundlagen für Industrie 4.0 zu schaffen.
Orchestra revolutioniert die nahtlose Datenkonnektivität. Die Plattform ist die wirtschaftliche und skalierbare Lösung für eine umfassende Datenintegration, Datentransformation und Prozessautomatisierung. Orchestra ist als Grundlage für KI-, Automatisierungs- und Datenrauminitiativen unerlässlich. Durch vorgefertigte Standardlösungen, Best Practice Templates, AI-Unterstützung und dem intuitiven Low-Code-Ansatz eignet sich Orchestra für Einsteiger ohne Programmierkenntnisse genauso wie für erfahrene Experten.

Abbildung 1: Horizontale und vertikale Integration über alle Ebenen mit Orchestra
Orchestra ist für GMP- und sicherheitskritische Anwendungen genauso geeignet wie für den Einsatz in allen anderen Branchen. Eine robuste Lösung, die die Einhaltung von Regulatorien unterstützt, die Effizienz steigert und Innovationen vorantreibt. Das modulare Design und die Skalierbarkeit machen die Lösung zur perfekten Wahl für alle mittelständischen Unternehmen, die ihre Integrationsprozesse zukunftssicher gestalten möchten. Durch die Unterstützung von Legacy-Systemen und modernsten Technologien stellt Orchestra sicher, dass Daten jederzeit zugänglich, zuverlässig verfügbar und einsatzbereit sind. Orchestra bildet somit das Rückgrat der digitalen Transformation.
Das „Swiss Army Knife"
Orchestra ist das "Schweizer Taschenmesser" der Integration. Die Plattform ist eine flexible und vielseitige Middleware-Lösung, um heterogene Systeme effizient miteinander zu verbinden. In IT- und OT-Umgebungen gilt es oft unterschiedliche Datenquellen, Datenbanken, ERP-Systeme oder industrielle Maschinen und Steuerungen (PLC) miteinander zu verbinden. Diese Systeme verwenden in der Regel verschiedene Formate und nutzen unterschiedliche Protokolle, wodurch eine direkte Integration nicht möglich ist.
Orchestra ermöglicht es, diese Herausforderungen durch seine Fähigkeit zur Standardisierung, Transformation und Harmonisierung von Daten zu bewältigen. Dabei unterstützt es eine Vielzahl von ‒ in der IT und OT gängigen ‒ Kommunikationsprotokollen und Datenformaten, wie z. B. REST, OPC-UA, MQTT, Kafka, AMQP, MTConnect, JSON, XML, CSV und viele mehr (siehe dazu auch Übersicht Adapter / Channel).
Die Anwendungsfälle von Orchestra sind unbegrenzt, wie diese Beispiele verdeutlichen:
- Die Integration von Maschinen in eine heterogene Produktionsumgebung ‒ IT/OT Integration. Dank der Protokoll- und Datenformatunterstützung ermöglicht Orchestra dem Maschinen- und Anlagenbauer das eigene Produkt in die Anwendungslandschaft seiner Kunden zu integrieren. Es sorgt dafür, dass unterschiedliche Datenquellen und -formate zusammengeführt und verarbeitet werden können, ohne dass aufwändige Anpassungen an den beteiligten Systemen erforderlich sind.
- Der Import von Daten aus verschiedenen Systemen in die zentrale Lösung eines Serviceanbieters, wie beispielsweise der Import von Daten verschiedener Sensoren in einen Datalake. Orchestra bietet eine Vielzahl an Protokollen zur Datenübermittlung, übernimmt die Konvertierung der Daten in das gewünschte Format, validiert diese und stellt sicher, dass sie korrekt im Zielsystem ankommen.
- In der Regel wachsen Datenintegrationen mit Orchestra mit der Zeit. So entstehen heterogene Integrationsszenarien, die eine Vielzahl von Systemen in IT und OT miteinander verbinden. Dieser Ansatz bietet signifikante Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Punkt-zu-Punkt Verbindungen.
Orchestra als skalierbare Integrationsplattform
Durch Orchestra kann die Gesamtanzahl der Schnittstellen erheblich reduziert werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen werden Systeme und Maschinen einmal angebunden und lose gekoppelt. Der Ansatz reduziert langfristig die Komplexität und den Aufwand.
Orchestra setzt auf eine zentrale, systemübergreifende Ablaufsteuerung anstelle von benutzerspezifischen, hart codierten Skripten. Orchestra ist modular, hochgradig integriert und kann alle vorhandenen Unternehmensapplikationen miteinander verbinden. Mit Orchestra wird die Integration neuer Systeme und Maschinen auf ein Minimum reduziert.
Orchestra modernisiert die Datenintegration, indem es Unternehmen ermöglicht, kontinuierlich neue Applikationen anzubinden oder bestehende abzulösen. Die Nutzung von Publish-/Subscribe-Mechanismen für die Datenkommunikation entkoppelt Anwendungen stärker als herkömmliche Punkt-zu-Punkt-Verbindungen.
Die modulare Struktur von Orchestra ermöglicht einen einfachen Ausbau der Integrationsplattform um weitere Komponenten, wie BPMS für Geschäftsprozess-management, Microservice Architekturen und Event Driven Architecture.
Orchestra bietet und ermöglicht eine nahtlose Integration in die bestehenden heterogenen Systemarchitekturen dank einer Vielzahl von einsatzbereiten Adaptern / Channel, jeweils anhand der Bedürfnisse.
Orchestra in hochverteilten Architekturen
Die Skalierbarkeit der Orchestra-Architektur ermöglicht den flexiblen Einsatz in Unternehmen jeder Größe – von kleinen und mittelständischen Unternehmen bis zum Weltkonzern. Die Lösung erlaubt die Einführung einfacher Use Cases und standardisierter Ansätze genauso wie die Umsetzung individueller Architekturen mit den höchsten Anforderungen an Performance, Sicherheit und vielem mehr.
Als Low-Code Plattform setzt Orchestra auf weitgehend codefreie Schnittstellenentwicklung und fördert Skalierbarkeit, Flexibilität und alle gängigen Architekturprinzipien (z.B. Unified Namespace). Dies beschleunigt die Umsetzung und erleichtert die Einarbeitung und das Verständnis der Schnittstellen sowie deren Wartbarkeit. Alle Komponenten der Orchestra Welt sind darauf ausgerichtet, den Aufbau, die Verwaltung und die Steuerung entsprechender Architekturen in Organisationen zu unterstützen.
Orchestra im Überblick
Orchestra ist eine intuitive Integrationsplattform, die bei der effizienten Lösung aller Herausforderungen und Aufgaben rund um die Konnektivität hilft. Das Portfolio umfasst eine Reihe von Applikationen und Tools, die die Umsetzung, Einführung und den Betrieb einer Datenintegrationslösung ermöglichen:
Orchestra Designer
Der Orchestra Designer ist die Entwicklungsumgebung von Orchestra. Dank intuitiver UI/UX und einem Low-Code-Ansatz – „konfigurieren statt programmieren" – können sowohl Einsteiger als auch Experten schnell und einfach skalierbare Lösungen für anspruchsvolle Anforderungen realisieren. Ganz ohne Programmierkenntnisse. Seit der Orchestra Version 5 ist der Designer als webbasierte Anwendung (Web-Designer) verfügbar. Dadurch kann er, als gehostete Anwendung betrieben werden und bietet Anwendern die Möglichkeit kollaborativ in einem Workspace zu arbeiten.
Neben der neuen, web-basierten Variante des Orchestra Designer gibt es auch eine Desktop-Variante des Designers 5.0. Diese Version ist vergleichbar mit dem bisherigen Designer (4.16 und früher).
Der Classic-Designer wird nur in einer Übergangsphase angeboten. Ziel ist es, den Wechsel von dem Orchestra Desktop-Designer (bis 4.16.) auf den Orchestra Web-Designer zu erleichtern.
Modellierung
Bei der Modellierung werden Schnittstellen in Kommunikations-Szenarien abgebildet. Die Modellierung erfolgt im Orchestra Designer – der Entwicklungsumgebung.
Bestandteile eines Szenarios sind:
- Konnektoren (Orchestra Adapter / Channel)
- Datentransformationen (Orchestra Mappings)
- Integrationslogik (Orchestra Prozesse)
- Umgebungsparameter (Orchestra Environment Entries)
Adapter / Channel (Konnektoren)
Die Verbindung von Orchestra mit externen Systemen und Maschinen erfolgt über eine Vielzahl von Adaptern / Channel, die unterschiedliche Kommunikationsprotokolle und -formate unterstützen. Grundsätzlich ist ein Adapter / Channel eine Orchestra-Komponente, die Orchestra mit einer bestimmten Art von externen Systemen oder Maschinen verbindet und als Übersetzer fungiert, der in der Lage ist Daten mit einem beliebigen externen System auszutauschen.
Um die Verbindung zwischen externen Systemen und Maschinen mit Orchestra realisieren zu können, bedarf es keiner Programmierkenntnisse, sondern lediglich der Konfiguration der entsprechenden Adapter / Channel.
Eine ausführliche Liste aller Adapter / Channel ist unter Übersicht Adapter / Channel aufgeführt.
Mappings (Datentransformationen)
Bei der Integration heterogener Systeme ist eine zentrale Anforderung die Konvertierung von Datenstrukturen zwischen verschiedenen Quell- und Zielsystemen.
Auch wenn Systeme die gleiche Art von Daten verwenden, sind Unterschiede in der Struktur der Daten, den Datentypen, der Semantik und der Darstellung der Daten nicht selten.
In Orchestra können Mappings definiert werden, die die Übersetzung unterschiedlicher Datentypen und -formate ermöglichen.
Es stehen folgende Mapping-Typen zur Auswahl:
- Grafisches Mapping
- XSLT Mapping
- Prozedurales Mapping (JAVA und XPath)
- Prozedurales Mapping (JAVA und JSON-Path)

Abbildung 2: Datentransformation mit dem grafischen Mapping
Prozesse (Integrationslogik)
Die Integration heterogener Systeme erfordert oft eine komplexe Interaktion zwischen verschiedenen Systemen. Da es kein standardisiertes oder typisches Muster gibt, das verwendet werden kann, wählt Orchestra einen flexiblen Ansatz auf der Grundlage der Standardnotation BPMN. BPMN ist eine grafische Sprache, mit der ein Fluss von Aktivitäten und Aufgaben definiert werden kann.

Abbildung 3: Modellierung von Integrationslogik mit Orchestra
Templates
Orchestra Kommunikations-Szenarien können im Web-Designer als Templates abgespeichert werden. Diese können verschieden Elemente, wie z. B. Adapter / Channel, Mappings, Prozessmodelle, etc. enthalten. So müssen sie nur einmal erstellt werden, können jedoch immer wieder genutzt und individualisiert werden.
Mit Hilfe von Templates kann eine Vielzahl von wiederkehrenden Anwendungsfällen abgebildet werden, z.B.
- Softwareanbindung: Bereitstellung von Datenstrukturen und vorkonfigurierten Schnittstellenaufrufen, um Daten an ein Zielsystem bereitzustellen (z.B. ERP, CRM, MES, etc.)
- Maschinenanbindung: Bereitstellung von Datenstrukturen und vorkonfigurierten Schnittstellenaufrufen, um Daten aus einem Quellsystem zu lesen (z.B. PLC)
- Alerting: Bereitstellung von vordefinierten Benachrichtigungs-Routinen, bei dedizierten Events über verschiedene Kanäle wie E-Mail, SMS, Messenger, uvm.
Orchestra Projekte
Die in Orchestra erstellten Szenarien werden in Projekten organisiert. Dadurch lassen sich Szenarien, die thematisch oder Use-Case-bezogen zueinander gehören, zusammenfassen und übersichtlich organisieren. Des Weiteren erleichtert die Projektstruktur die Versionierung der Szenarien, das kollaborative Arbeiten sowie die Zugriffsberechtigung auf die jeweiligen Szenarien.

Abbildung 4: Organisation von Szenarien in Projekten.
Bundles
Im Web-Designer lassen sich mehrere Szenarien in einem Bundle zusammenfassen und als ein Artefakt auf der Runtime deployen.
Die Bundles können im Solution Hub (siehe Kapitel 3.4) als Template genutzt und somit auf verteilten Umgebungen ausgerollt werden.
Über ein zentrales Configfile können alle im Bundle enthaltenen Environment Entries konfiguriert werden.
Versionierung via Git-Integration
Mit der Git-Integration im Web-Designer können unterschiedliche Szenario-Versionen kollaborativ weiterentwickelt und versioniert werden. Die unterschiedlichen Versionsstände der Szenarien können direkt im Web-Designer miteinander abgeglichen und bei Bedarf wieder zusammengeführt werden. Dadurch bleibt der Überblick über alle Änderungen und Versionsstände jederzeit gewährleistet. Die Integration kann mit gängigen GIT-Tools wie Github und Gitlab genutzt werden.
Dependency Management
Mit Hilfe des Dependency Managements im Web-Designer lassen sich Abhängigkeiten zwischen Szenarien und Szenario-Elementen durchgängig und einfach verwalten. So können Artefakte in unterschiedlichen Versionen und Szenarien zum Einsatz kommen. Dank des Dependency Managements sind die Abhängigkeiten jederzeit nachvollziehbar und anpassbar. Das Feature erlaubt extrem modulare Schnittstellenarchitekturen zu erstellen.
Orchestra Bridge
Die Orchestra Bridge vereint zwei wichtige Funktionen. Zum einen ermöglicht sie die Kommunikation lokal verfügbarer Daten mit dem gehosteten Web-Designer und zum anderen stellt sie eine vollständig autonome Komponente für die Testausführung im Web-Designer dar.
Mit der Bridge lassen sich die im Web-Designer konfigurierten Elemente, wie Environment Entries, Adapter / Channel, Mappings und Prozessmodelle bereits zur Designzeit testen. Dank der Bridge ist der für die Tests notwendige Zugriff auf lokale Daten möglich, auch wenn der Web-Designer beispielsweise in der Cloud gehostet ist.
Die Orchestra Bridge ist eine self-contained Applikation, die auf dem lokalen System des Anwenders läuft.
Orchestra Runtime & Monitor
Die Orchestra Runtime dient dazu, die im Orchestra Designer entwickelten Kommunikations-Szenarien produktiv zu betreiben.
Da Orchestra Java-basiert ist, ist es plattformunabhängig und kann somit auf jedem OS betrieben werden. Dadurch kann Orchestra entsprechend den jeweiligen Anforderungen und Architekturvorgaben eingesetzt werden und es lassen sich z. B. einfach und effizient Edge-Fog-Cloud-Architekturen realisieren.
Orchestra Betriebs-Modi
Orchestra-Runtime-Installationen können in den folgenden Modi betrieben werden:
- Standalone-Modus — Die Standalone-Installation ist die Standardinstallation von Orchestra. Hierbei ist ein Orchestra-Knoten für die Ausführung aller auf dieser Orchestra-Laufzeitumgebung bereitgestellten Kommunikations-Szenarien verantwortlich.
- Cluster-Modus — Das Clustersystem wird eingesetzt, wenn die Orchestra-Installation hochverfügbar sein soll. So können zwei Orchestra-Knoten zusammenarbeiten und die gleichen Kommunikations-Szenarien auf verschiedenen Orchestra-Knoten bedienen. Bei Ausfall eines Knotens wird die Ausführung der Kommunikations-Szenarien auf die verbleibenden Knoten verlagert, um die offenen Anfragen abzuarbeiten.
Cloud-Kompatibilität und Netzwerkintegration
Orchestra kann problemlos in einer Cloud-Infrastruktur betrieben werden, was Flexibilität und Skalierbarkeit ermöglicht.
Für eine ideale Nutzung in der Cloud bietet es einen Mechanismus zur Erweiterung der Adapter / Channel auf andere Netzwerke. Dadurch wird eine Verbindung mit privaten Netzwerken, anderen Cloud-Plattformen und diversen Fremdnetzwerken ermöglicht.
Zur Integration von Fremdnetzwerken wird eine lokale Orchestra-Komponente eingesetzt, die folgende Aufgaben übernimmt:
- Initialisierung der Verbindung
- Sicherer Datentransfer
Sichere Zellkommunikation
Die Zellkommunikation ist ein grundlegender Mechanismus, der für die sichere Kommunikation zwischen verteilten Orchestra-Instanzen verwendet wird. Das Konzept der Zellkommunikation ist standorttransparent ausgelegt. Daher muss sich nicht um die physische Verteilung der Kommunikations-Szenarien gekümmert werden.
Die Zellkommunikation kann sowohl für Standalone- als auch Cluster-Installationen konfiguriert werden.
Orchestra Monitor
Der Orchestra Monitor ist das grafische User-Interface der Orchestra-Runtime und ermöglicht einen browser-basierten Zugriff zur Überwachung und Administration der Szenarien.
Im Monitor werden verschiedene Ebenen unterschieden. Erstens, die Geschäftsebene, auf der die fachlich relevanten Daten verfolgt und verwaltet werden können. Zweitens, die Prozessebene, auf der Ablauf, die Zustände sowie technische Analysen verfolgt werden.

Abbildung 5: Ablauflogik
Diese getrennte Abbildung von Systemlandschaft und Ablauflogik ist Basis für ein durchgängiges Transportwesen.
Übersicht Adapter / Channel
Orchestra bietet im Standard aktuell 94 „ready-to-use" Adapter / Channel, die sofort eingesetzt werden können und lediglich eine Konfiguration bzgl. der anzubindenden Systeme und Maschinen bedürfen.
In folgender Liste sind die verfügbaren Adapter / Channel aufgeführt:
| Name | Beschreibung |
|---|---|
| AMQP-Receiver | Empfang von Nachrichten aus einer AMQP-Queue |
| AMQP-Sender | Senden von Nachrichten an eine AMQP-Queue |
| AS2 Client | Senden von Nachrichten mittels AS2 |
| AS2 Server | AS2 Server für den Empfang von AS2 Nachrichten |
| Amazon S3 Object Reader | Lookup/Get Tags/List/Download Object-Operationen im S3 Storage |
| Amazon S3 Object Writer | Upload/Delete/Copy Object-Operationen im S3 Storage |
| Azure Blobstore Reader | Lookup/Get Tags/List/Download Object-Operationen im Azure Storage |
| Azure Blobstore Writer | Upload/Delete/Copy Object-Operationen im Azure Storage |
| Azure IoT-Device Publisher | Übermitteln von Nachrichten an ein Azure IoT-Device |
| Beckhoff ADS Listener (nur im Web-Designer verfügbar) | Überwachung von Beckhoff TwinCAT-Wertänderungen mittels ADS-Protokoll |
| Beckhoff ADS Reader (nur im Web-Designer verfügbar) | Lesen von Variablenwerten in Beckhoff TwinCAT mittels ADS-Protokoll |
| Beckhoff ADS Writer (nur im Web-Designer verfügbar) | Schreiben von Variablenwerten in Beckhoff TwinCAT mittels ADS-Protokoll |
| Database BLOB Reader | Lesen von BLOB-Inhalten aus Datenbanken |
| Database Listener | Überwachung von Datenbanktabellen bei denen Datensätze bestimmte Kriterien erfüllen |
| Database Outbound | Absetzen von SQL-Anweisungen auf einer Datenbank |
| Database Reader | Lesen von Nachrichten aus einer Datenbank |
| Database Source Reader | Lesen von Datenbank-Tabelleninhalten |
| Database Target | Ändern von Datenbankinhalten |
| Elasticsearch Reader | Lesen von Elasticsearch Dokumenten |
| Elasticsearch Writer | Schreiben von Elasticsearch Requests |
| E-Mail Listener | Überwachung eines E-Mail-Kontos bei denen E-Mails bestimmte Kriterien erfüllen |
| E-Mail-Sender | Senden von E-Mails |
| FTP Channel | Lesen und Schreiben von Dateien und Ausführen von FTP-Befehlen auf FTP-Servern |
| FTP Listener | Überwachung eines Pfads auf dem FTP-Server, in dem Dateien bestimmte Kriterien erfüllen |
| File Listener | Überwachung eines lokalen Pfads auf dem Server, in dem Dateien bestimmte Kriterien erfüllen |
| Filename Listener | Überprüfung geänderter Dateinamen |
| File Reader | Lesen von lokalen Dateien |
| File Writer | Schreiben von lokalen Dateien |
| File Writer Mass-Mapper | Schreiben von großen Files |
| File Operations Channel | Ausführen von Kommandos auf Dateiebene |
| HTTP Caller | Aufrufen beliebiger HTTP-Methoden. Es können Nachrichteninhalte, Abfrageparameter und HTTP-Header bereitgestellt werden. |
| HTTP GET Receiver | Empfang eingehender HTTP-Aufrufe mit GET-Operation |
| HTTP File Streaming Server | Empfang eingehender File-Streams vom HTTP File Streaming Client |
| HTTP Event Stream | Gibt als Antwort auf einen HTTP-GET-Aufruf einen Stream von JSON-Objekten zurück. |
| HTTP Streaming Client | Austausch von Daten mit dem HTTP File Streaming Server |
| HTTP POST Receiver (General) | Empfang eingehender HTTP-Aufrufe mit POST-Operation |
| HTTP POST Receiver (Parameter) | Empfang eingehender HTTP-Aufrufe über POST-Operation mit Parameter |
| HTTP POST Sender | Senden ausgehender POST-Nachrichten |
| HTTP-Sender (Parameter) | Senden von Daten per GET/POST |
| InfluxDB Outbound | Lesen und Ändern von Daten aus InfluxDB |
| InfluxDB Reader | Lesen von Daten aus InfluxDB |
| InfluxDB Writer | Einfügen von Daten in InfluxDB |
| Java Outbound | Ausführen von Java-Code direkt aus Orchestra |
| Kafka Listener | Kafka-Consumer: Lesen von Nachrichten aus Kafka-Topics via Pull-Modell |
| Kafka Writer | Kafka-Producer: Veröffentlichen von Nachrichten in Kafka-Topics |
| LDAP-Reader | Lesen von Daten aus einem Active Directory |
| LDAP Writer | Schreiben und Ändern von Dateien in einem Active Directory |
| LLM Adapter | Senden von Requests und Empfangen von Responses unterschiedlicher Large Language Model (LLM) Provider |
| LPD Listener | Empfang von Line-Print Jobs |
| Message Queue Sender | Versenden von Nachrichten an eine Message Queue |
| Message Queue Receiver | Empfang von Nachrichten aus einer JMS Message Queue |
| Modbus Listener | Verbindung und Lesen von Daten periodisch über Modbus |
| Modbus Reader | Anbindung und Lesen über Modbus |
| Modbus Writer | Anbindung und Schreiben über Modbus |
| MongoDB Listener | Überwachung von geänderten Daten |
| MongoDB outbound | Ausführen von individuellen MongoDB Operationen |
| MongoDB reader | Lesen von Daten aus MongoDB |
| MongoDB writer | Einfügen, Ändern und Löschen von Daten in MongoDB |
| MQTT V3 Publisher | Publizieren von MQTT Nachrichten |
| MQTT V3 Subscription Channel | Abonnement von beliebigen Topics und Empfang der betreffenden Nachrichten |
| MTConnect Listener | Verbindung mit einer MTConnect URL und regelmäßiger Abfrage neuer Events |
| MTConnect Reader | Lesen von Daten via MTConnect |
| Multi File Reader | Lesen multipler Dateien |
| Nimmsta receiver | Empfang von Kommandos über den Nimmsta Websocket |
| Nimmsta-Sender | Versenden von Kommandos zum Nimmsta-Websocket |
| OFTP2 File Sender | Versenden von Nachrichten über OFTP2 |
| OFTP2 File Receiver | Empfang von OFTP2 Nachrichten |
| OPC UA Reader | Lesen von Nachrichten mittels OPC UA |
| OPC UA Writer | Schreiben von Knotenwerten in einen OPC UA Server |
| OPC UA Subscription Channel | Überwachung von Änderungen auf OPC UA-Knoten (Subscription) |
| OPC UA Event Subscription | Dynamisches Abonnement von Ereignissen auf einem OPC UA-Server |
| OPC UA Subscription (dynamic) | Dynamisches Abonnement von variablen Knoten auf einem OPC UA-Server |
| OPC UA Dynamic Address Space Reader | Lesen der Struktur eines entfernten OPC UA Adressraums |
| OPC UA Dynamic Address Space Writer | Ändern der Struktur des Adressraums eines lokalen OPC UA Servers |
| OPC UA Dynamic Reader | Dynamisches Lesen von Knoten aus einem OPC UA Server |
| OPC UA Dynamic Writer | Dynamisches Schreiben von Knoten in einen OPC UA Server |
| OPC UA Event Sender | Dynamisches Senden von Ereignissen auf einem OPC UA Server |
| OPC UA Method Caller | Dynamisches Aufrufen von OPC UA Methoden auf einem Server |
| OS Process Executor | Aufruf externer Programme |
| OS Process Listener | Empfang von Daten von einem extern gestarteten Programm |
| Orchestra Object Receiver | Verbindet ein externes Java-Programm mit Orchestra auf Basis einer vordefinierten Client-Bibliothek |
| Orchestra Parameter Receiver | Stellt eine Verbindung zwischen zwei Orchestra-Knoten her und dient dem Datentransfer zwischen diesen verteilten Orchestra-Instanzen |
| Orchestra Parameter Sender | Versenden von Nachrichten zwischen zwei Orchestra-Instanzen mittels HTTP-Protokoll |
| PGP Crypter | Verschlüsseln und Entschlüsseln von Nachrichten mittels PGP |
| S7 Listener Channel | Empfang von Daten von einer S7 PLC |
| S7 Reader | Lesen von Daten aus einer S7-SPS |
| S7 Writer | Schreiben von Daten auf eine S7-SPS |
| SAP RFC Caller | Versenden von ausgehenden SAP-Aufrufen (RFC) |
| SAP RFC Receiver | Empfang von eingehenden SAP-Aufrufen (RFC). |
| Serial Listener | Empfang von Daten über einen seriellen Port |
| Serial Sender | Senden von Nachrichten über den seriellen Port |
| TCP sender | Versenden von Nachrichten über TCP/IP |
| TCP-Server | Ein TCP-Server, der eingehende TCP/IP-Verbindungen auf eine benutzerdefinierte Weise bedient |
| WebDAV Listener | Empfang von Dateien, die über Standard-HTTP oder WebDAV gesendet werden. |
Für die Kommunikation stehen weitere Services zur Verfügung:
| Service | Beschreibung |
|---|---|
| REST Service Client | Aufruf externer REST-Endpunkte und Versand von Nachrichten und Parametern über HTTP-Methoden. Neben der manuellen Integration, können WADLs und OpenApi Description-Files importiert werden. |
| REST Service Provider | Bereitstellung von REST-Endpunkten und Empfang von Nachrichten und Parametern über HTTP-Methoden. Neben der manuellen Implementierung, können WADLs und Open-API Description-Files importiert werden. |
| SOAP Service Client | Aufruf externer SOAP-Endpunkte und Versand von Nachrichten und Parametern über HTTP-Methoden. Neben der manuellen Integration, können WSDLs importiert werden. |
| SOAP Service Provider | Bereitstellung von SOAP-Endpunkten und Empfang von Nachrichten und Parametern über HTTP-Methoden. Neben der manuellen Implementierung, können WSDLs importiert werden. |
| OPC UA Server | Open Platform Communications Unified Architecture (OPC UA) ist eine Sammlung von Automatisierungsstandards für die Kommunikation und den Datenaustausch in der Industrie. |
| OPC DA | Der OPC DA Gateway gewährleistet eine nahtlose Integration und Datenübertragung zwischen Orchestra und OPC DA. Über das UA-Gateway können die Standardkomponenten von Orchestra (statische OPC UA) zur Kommunikation genutzt werden. Es ist zu beachten, dass für die Nutzung des UA-Gateways eine separate Lizenz notwendig ist. Wenn Sie Interesse haben oder weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihren Kundenbetreuer. |
| MCP (Model Context Protocol) Server | Orchestra fungiert als MCP-Server und unterstützt dadurch die standardisierte Anbindung an MCP Clients, wie kompatible KI-Chattools/LLMs (Large Language Models) und KI-Agenten. Der MCP-Server in Orchestra steht in zwei Varianten zur Verfügung. Zum einen verfügt die Orchestra Runtime (Monitor) über einen MCP-Server, wodurch sich die Funktionen des Monitors KI-gestützt und/oder durch KI-Agenten nutzen lassen. Des Weiteren können die MCP-Server auf Prozessmodell-Ebene in den Orchestra-Szenarien via „One-Click" aktiviert werden. Dadurch können alle an Orchestra angebundenen Systeme schnell und einfach LLMs und somit auch KI-Agenten zur Verfügung gestellt werden, wobei in den Orchestra Prozess-Modellen feingranular definiert werden kann, welche der aus den angebundenen Systemen abgerufenen Daten dem LLM zur Verfügung gestellt werden sollen und welche nicht. Hinweis: Das Feature muss vor der Benutzung freigeschalten werden. |
Weitere (Zusatz-)Features und Module
Für Orchestra steht eine Vielzahl an weiteren Features, Modulen und Zusatzprodukten zur Verfügung. Dadurch kann Orchestra jederzeit schnell und einfach an die jeweiligen Bedürfnisse und Anforderungen eines Unternehmens angepasst werden. Die Modularität der Features garantiert zu jeder Zeit eine optimale Lösung der individuellen Situation.
Orchestra AI
Orchestra bietet eine Reihe von AI-Features, welche zusätzlich freigeschaltet werden können.
Die Orchestra Runtime, Web-Designer und Solution Hub unterstützen ab Version 5.3 die Integration von KI-Anwendungen (z.B. Claude) via MCP. Die Integration erlaubt es Anwendern bei der Arbeit mit Orchestra von zahlreichen Vorteilen zu profitieren:
- KI-basierte Erstellung von Szenarien
- KI-basierte Erstellung von Mappings
- KI-basierte Analyse von Szenarien
- KI-basierte Dokumentation von Szenarien
- KI-basierte Analyse der Runtime inkl. Fehleranalyse in aktiven Szenarien
- KI-basiertes Deployment von Szenarien
- KI-basierte Konfiguration von Szenario-Templates und Solutions
Orchestra AI setzt voraus, dass der Anwender über ein generatives KI-Modell verfügt, welches als MCP-Client implementiert ist.
Orchestra Testing
Dieses Modul ist eine Erweiterung für den Orchestra Designer.
Das Testing-Feature in Orchestra verbessert die Qualitätssicherung und Fehlererkennung und durch einfache Testdefinition und wiederholbare Tests kann gleichzeitig auch Zeit gespart werden. Es können Tests für komplette Kommunikations-Szenarien, Workflows und einzelne Funktionsbausteine erstellt, verwaltet und ausgeführt werden.
Detaillierte Informationen können der Modulbeschreibung Testing entnommen werden.
Orchestra Throttling
Dieses Modul ist eine Erweiterung für die Orchestra Runtime.
Die Sicherung der Systemstabilität, Schutz vor DDoS-Angriffen, Leistung und Sicherheit ist für den nahtlosen Betrieb von Softwareanwendungen und Enterprise-Systemen von zentraler Bedeutung. Das Throttling-Modul bietet die Möglichkeit, Throttling-Regeln auf verschiedenen Ebenen anzuwenden, einschließlich der Input-Kanäle, Kommunikations-Szenarien und der gesamten Systeminstanz. Dieses Feature bietet flexible Konfigurationsoptionen und ermöglicht eine effiziente Kontrolle auf verschiedenen Ebenen. Ebenso können Benachrichtigungen ausgelöst werden, wenn eine der definierten Regeln gegriffen hat.
Ausführliche Informationen können der Modulbeschreibung Throttling entnommen werden.
Orchestra Solution Hub
Der Solution Hub ein eigenständiges Produkt, welches kompatibel mit dem Orchestra 5 Designer und der Orchestra 5 Runtime ist.
Der Solution Hub ist ein leistungsstarkes und benutzerfreundliches Werkzeug, das es Anwendern ermöglicht Orchestra-Kommunikations-Szenarien zu organisieren, als Solution-Templates zu verwenden und aus den Templates abgeleitete Solutions auf verteilten Orchestra-Runtime-Architekturen zu betreiben. Zudem wird ein Update-Mechanismus für die Solutions bereitgestellt.
Solutions können direkt im Solution Hub konfiguriert und auf den gewünschten Orchestra-Runtime-Instanzen ausgerollt werden – Kenntnisse im Orchestra Designer sind nicht erforderlich.
Ausführliche Informationen können der Produktbeschreibung Solution Hub entnommen werden.
Orchestra Distributed Monitoring
Das Distributed Monitoring ein eigenständiges Tool, welches kompatibel mit der Orchestra 5 Runtime ist.
Distributed Monitoring ist sofficos Lösung zur Überwachung von verteilten Instanzen, insbesondere in containerisierten Landschaften. Entwickelt als optimale Erweiterung für die aktuelle Monitoring-Lösung von Orchestra, bietet dieses Feature eine zentralisierte und umfassende Sicht auf die relevanten Informationen. Durch die zentrale Datenhaltung in einer hochperformanten Zeitreihendatenbank wir maximal Transparenz gewährleistet und eine präzise Kontrollmöglichkeit für den Betrieb von multiplen Orchestra Instanzen ermöglicht.
Neben dem Monitoring von Systemevents und Prozessinformationen stellt Orchestra einen Prometheus-Metrik-Endpunkt bereit, über den die nötigen System-Health und Statusinformationen bereitgestellt werden. Diese können ebenso im zentralen Dashboard angezeigt werden. Es können verschiedene Tools in der Gesamtlösung verwendet werden, allerdings setzen wir auf eine Kombination von ElasticDatabase, Prometheus und Grafana.
Orchestra Human Interaction
Die Orchestra Human Interaction ist ein innovatives Modul für Orchestra. Das Modul erlaubt menschliche Akteure (Nutzer) in Integrationen (Orchestra-Szenarien) einzubinden und mit diesen zu interagieren. Die Nutzer müssen dabei kein Wissen über Orchestra (z.B. Designer oder Runtime) besitzen. Die Interaktion erfolgt über ein Web-Frontend, ohne dass eine direkte Interaktion mit Orchestra erfolgt.
Die Interaktion wird durch den Orchestra-Entwickler im Orchestra Designer als „Human Tasks" festgelegt. Der Entwickler definiert, welche Art von Interaktion erforderlich ist. Human Interaction Tasks werden in einem separaten Web-Frontend dargestellt.
In der Regel werden zwei zentrale Anwendungsfälle mit Hilfe der Human Interaction realisiert. Erstens, ein Mitarbeiter oder eine Gruppe von Mitarbeitern starten einen Prozess eines Orchestra-Szenarios. Zweitens, der Prozess eines Orchestra-Szenarios pausiert und wartet auf die Entscheidung eines Mitarbeiters wie fortgefahren werden soll. In beiden Fällen können Daten eines Prozesses eingesehen, übergeben oder editiert werden.
Ausführliche Informationen können der Modulbeschreibung Human Interaction entnommen werden.
Orchestra Minifier
Der Orchestra Minifier ist ein innovatives Modul der Orchestra Version 5.3 und höher. Der Orchestra Minifier ist ein CLI Tool, das den Funktionsumfang der Orchestra Runtime (Monitor) optimieren kann. Das Ergebnis ist ein reduziertes, installierbares Runtime Artefakt. Der Orchestra Minifier kann auch in eine automatisierte Pipeline integriert werden kann.
In der Version 1.0 können Mithilfe des Minifiers Komponenten der Runtime entfernt werden, wie z.B. der Monitor, die Runtime Datenbank oder nicht benötigte Libraries.